Die PlayStation 5 von Sony liefert beeindruckende Gaming-Performance, doch im Alltag schleichen sich oft kleine Systemfresser ein, die das Spielerlebnis auf der Konsole beeinträchtigen können. Viele PS5-Nutzer aktivieren Features, die im Hintergrund weiterlaufen und wertvolle Ressourcen beanspruchen – oft ohne es überhaupt zu bemerken. Dabei lassen sich mit einigen gezielten Anpassungen in den Systemeinstellungen spürbare Verbesserungen erzielen, die für flüssigeres Gameplay und schnellere Ladezeiten auf deiner PlayStation 5 sorgen.
Hintergrundaufnahmen deaktivieren und Performance gewinnen
Die PS5 zeichnet standardmäßig Gameplay-Material auf, um dir die Möglichkeit zu geben, besondere Gaming-Momente nachträglich zu speichern. Diese Funktion mag praktisch klingen, doch wenn du sie nicht regelmäßig nutzt, kannst du sie getrost deaktivieren und so Systemressourcen freigeben. Gerade bei anspruchsvollen Spielen macht sich dieser Unterschied bemerkbar.
Um die automatische Aufnahmefunktion zu deaktivieren, navigiere zu den Einstellungen und wähle Aufnahmen und Übertragungen. Dort findest du die Option Aufnahmen, wo du sowohl Video- als auch Screenshot-Funktionen anpassen kannst. Setze die automatische Videoclip-Aufnahme auf Aus oder reduziere zumindest die Aufnahmequalität, wenn du die Funktion gelegentlich nutzen möchtest. Die eingesparte Rechenleistung kommt direkt deinem Spiel zugute.
Spiele richtig beenden statt pausieren lassen
Ein häufiger Fehler besteht darin, Spiele einfach über den Home-Button zu verlassen, ohne sie tatsächlich zu schließen. Die PlayStation 5 hält diese Anwendungen dann im Schnellzugriff bereit, was praktisch erscheint, aber erhebliche RAM-Kapazitäten blockiert. Besonders wenn mehrere Spiele gleichzeitig im Hintergrund laufen, leidet die Performance des aktuell gespielten Titels merklich.
Drücke die PlayStation-Taste und navigiere zum gewünschten Spiel in der unteren Leiste. Mit der Optionen-Taste öffnest du ein Kontextmenü, in dem du Spiel schließen auswählen kannst. Mache es dir zur Gewohnheit, nicht genutzte Titel konsequent zu beenden – dein System wird es dir mit besserer Reaktionsfähigkeit danken. Während das Pausieren eines Spiels durch simples Verlassen der Anwendung bequem ist, bleibt der gesamte Spielzustand samt allen geladenen Assets im Arbeitsspeicher. Dies kann bei Open-World-Titeln mit großen Spielwelten mehrere Gigabyte RAM beanspruchen. Ein vollständiges Schließen gibt diese Ressourcen vollständig frei.
HDR-Einstellungen richtig konfigurieren für optimale Bildqualität
Die automatische HDR-Funktion der PS5 wandelt SDR-Inhalte in HDR um und klingt zunächst nach einem sinnvollen Feature. Allerdings kann dies zu ausgeblichenen Highlights oder Detailverlust in dunklen Bildbereichen führen, wenn es nicht korrekt eingestellt ist. Die richtige Konfiguration macht hier den entscheidenden Unterschied.
Gehe in die Bildschirm- und Videoeinstellungen und wähle Video-Ausgabe. Dort findest du die Option HDR auf SDR-Inhalten anwenden. Die beste Konfiguration ist Eingeschaltet, wenn unterstützt. So nutzt du HDR nur dort, wo es vom Entwickler vorgesehen ist und echte visuelle Verbesserungen bringt, ohne unerwünschte Bildeffekte zu riskieren. Die automatische HDR-Konvertierung zeigt ihre Stärken hauptsächlich bei ausgewählten PS4-Titeln, die von Sony für diese Funktion optimiert wurden. Bei nativen PS5-Spielen ist sie überflüssig, da diese bereits eigene HDR-Implementierungen mitbringen.
Ruhemodus intelligent nutzen und Energie sparen
Der Ruhemodus der PlayStation 5 bietet verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten, die unterschiedliche Auswirkungen auf Energieverbrauch und Systemstabilität haben. Die richtige Einstellung kann dir helfen, das optimale Gleichgewicht zwischen Komfort und Performance zu finden.
Im Energiesparmodus unter den Systemeinstellungen kannst du festlegen, wie sich deine Konsole beim Herunterfahren verhält. Der Ruhemodus ohne weitere Aktivität verbraucht lediglich 0,3 bis 0,4 Watt. Mit aktiver Internetverbindung für automatische Updates steigt der Verbrauch auf etwa 1,2 Watt. Wenn du die USB-Ports mit Strom versorgen möchtest, liegt der Verbrauch bei 3,1 bis 4 Watt. Gelegentliche komplette Neustarts können helfen, die Systemstabilität zu erhalten. Schalte deine PS5 dafür komplett aus, indem du die Power-Taste gedrückt hältst, bis du zwei Pieptöne hörst.

Speicher effizient verwalten für kürzere Ladezeiten
In den Speichereinstellungen versteckt sich eine Option, die viele Nutzer übersehen: die Leistungsverbesserung für Speichergeräte. Diese Funktion optimiert die Datenübertragung zwischen SSD und Arbeitsspeicher und kann die Ladezeiten bei bestimmten Spielen spürbar reduzieren.
Navigiere zu Einstellungen, dann Speicher und schließlich Erweiterte Funktionen und aktiviere dort die entsprechende Option. Die PlayStation 5 führt dann regelmäßig Optimierungsprozesse durch, die den Datenzugriff beschleunigen. Besonders bei Spielen mit vielen kleinen Dateien macht sich dieser Unterschied bemerkbar. Achte außerdem darauf, ausreichend freien Speicherplatz auf der internen SSD zu behalten. SSDs funktionieren am besten, wenn sie nicht vollständig gefüllt sind, da sie Pufferraum für ihre internen Operationen benötigen.
Benachrichtigungen intelligent verwalten
Pop-up-Benachrichtigungen während des Spielens mögen harmlos erscheinen, können aber in kritischen Gaming-Momenten störend wirken und sogar Mikroruckler verursachen. Eine durchdachte Konfiguration schafft hier Abhilfe und sorgt für ein unterbrechungsfreies Spielerlebnis auf deiner PS5.
Unter Benachrichtigungen in den Systemeinstellungen kannst du präzise festlegen, welche Meldungen während des Spielens angezeigt werden sollen. Deaktiviere nicht-essentielle Benachrichtigungen wie Party-Einladungen, Freunde-Status oder Download-Updates für Spiele, die du gerade nicht nutzt. Lasse nur wirklich wichtige Systemmeldungen aktiv. Nutze den Nicht stören-Modus für besonders anspruchsvolle Gaming-Sessions. Dieser unterdrückt alle Benachrichtigungen vollständig und gibt dem System eine klare Priorität. Du findest die Schnelleinstellung im Control Center, das du durch Drücken der PlayStation-Taste öffnest.
Zusätzliche Performance-Tricks für Fortgeschrittene
Deaktiviere die Spielhilfe-Karten in den Einstellungen, falls du sie nicht nutzt. Diese kontextbezogenen Tipps werden im Hintergrund geladen und aktualisiert, was Netzwerkbandbreite und Systemressourcen beanspruchen kann. In den Spielvoreinstellungen findest du die entsprechende Option zum Ausschalten dieser Funktion.
Prüfe außerdem die Leistungsmodus-Einstellungen deines Fernsehers oder Monitors. Viele moderne Displays bieten spezielle Gaming-Modi, die Input-Lag reduzieren und Bildverarbeitung minimieren. Diese Einstellungen befinden sich meist direkt am Gerät und nicht in der PS5-Konfiguration, tragen aber erheblich zum Gesamterlebnis bei. Manche TV-Geräte aktivieren diesen Modus automatisch, wenn sie ein PlayStation 5-Signal erkennen, bei anderen musst du manuell eingreifen.
Die wichtigsten Optimierungen auf einen Blick
Die Kombination dieser Optimierungen kann die gefühlte Performance deiner PlayStation 5 deutlich verbessern. Hier die wirkungsvollsten Maßnahmen im Überblick:
- Hintergrundaufnahmen komplett deaktivieren oder Qualität reduzieren
- Nicht genutzte Spiele konsequent schließen statt nur pausieren
- HDR nur bei unterstützten Inhalten aktivieren
- Speicheroptimierung in den erweiterten Funktionen einschalten
- Unnötige Benachrichtigungen während Gaming-Sessions ausschalten
- Spielhilfe-Karten deaktivieren, wenn nicht benötigt
Schritt für Schritt zur optimalen Konfiguration
Wichtig ist, die Einstellungen nicht alle auf einmal zu ändern, sondern schrittweise vorzugehen und die Auswirkungen zu testen. So findest du die ideale Konfiguration für dein individuelles Nutzungsverhalten und holst das Maximum aus deiner Konsole heraus. Manche Anpassungen zeigen ihre Wirkung sofort, andere entfalten ihren Nutzen erst nach einigen Spielstunden. Nimm dir also Zeit für die Optimierung und experimentiere mit verschiedenen Kombinationen, bis du die perfekte Balance zwischen Performance, Bildqualität und Komfort gefunden hast.
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