Warum kluge Paare ihre Hochzeitsreise nach Dubrovnik im Januar verlegen und die Altstadt praktisch für sich allein haben

Während andere Paare auf ihrer Hochzeitsreise die üblichen Verdächtigen wie Paris oder Venedig ansteuern, wartet Dubrovnik im Januar mit einem ganz besonderen Zauber auf frisch Vermählte. Die „Perle der Adria“ zeigt sich in diesen Wochen von ihrer intimsten Seite – ohne Kreuzfahrt-Massen, ohne überfüllte Gassen, dafür mit einer Ruhe und Authentizität, die diese mittelalterliche Stadt zu einem perfekten Rückzugsort für romantische Momente macht. Der Januar verwandelt Dubrovnik in eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch: klare Luft, dramatische Wolkenformationen über dem türkisblauen Meer und Sonnenstrahlen, die die ockerfarbenen Dächer in warmes Licht tauchen. Für preisbewusste Reisende ist dies der optimale Zeitpunkt, denn die Nebensaison bringt Preisvorteile von bis zu 60 Prozent gegenüber den Sommermonaten.

Warum Dubrovnik im Januar perfekt für Frischvermählte ist

Die Stadt gehört euch praktisch allein. Wo im Sommer Tausende von Touristen durch die Stradun flanieren, könnt ihr jetzt Hand in Hand durch die jahrhundertealten Gassen schlendern, ohne ständig Platz machen zu müssen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 8 und 13 Grad – kühl genug für kuschelige Zweisamkeit bei einem heißen Getränk, mild genug für ausgedehnte Spaziergänge entlang der Stadtmauer. Gelegentliche Regenschauer verleihen der Stadt eine melancholische Schönheit, die perfekt zu den verträumten Flitterwochen-Momenten passt. Die goldene Stunde am späten Nachmittag taucht die barocken Fassaden in ein magisches Licht, das jedes Selfie zur Postkarte werden lässt.

Die Altstadt: Ein lebendiges Museum zu zweit erkunden

Der Rundgang auf der knapp zwei Kilometer langen Stadtmauer gehört zum Pflichtprogramm und kostet im Januar etwa 15 Euro pro Person – deutlich weniger als in der Hochsaison. Von hier oben eröffnen sich Perspektiven, die selbst auf tausend Instagram-Fotos nicht ihren Reiz verlieren. Nehmt euch Zeit für die verschiedenen Bastionen und Türme, setzt euch auf eine der steinernen Bänke und genießt einfach den Moment. Der Onofrio-Brunnen, das Franziskanerkloster mit seiner historischen Apotheke und der Rektorenpalast erzählen Geschichten aus einer Zeit, als Dubrovnik noch als eigenständige Republik die Handelswege der Adria dominierte.

Besonders romantisch wird es am Pile-Tor bei Sonnenuntergang, wenn die Straßenlaternen zu leuchten beginnen und die Stadt in warmes Licht getaucht wird. Statt in einem der teuren Restaurants zu essen, holt euch eine Tüte geröstete Kastanien von einem der wenigen Straßenverkäufer – für etwa 3 Euro – und sucht euch eine ruhige Ecke mit Meerblick.

Verborgene Schätze abseits der Hauptrouten

Der Januar bietet die seltene Gelegenheit, Orte zu entdecken, die im Sommer kaum zugänglich sind. Die kleine Bucht Buža unterhalb der Stadtmauer verwandelt sich in dieser Jahreszeit in einen magischen Ort der Stille. Die beiden Bars dort haben zwar geschlossen, aber der Zugang über die schmale Felsspalte bleibt offen. Bringt eine Thermoskanne mit heißem Tee mit und genießt das Schauspiel der Wellen, die gegen die Felsen schlagen.

Der Botanische Garten auf der Insel Lokrum ist mit der Fähre in zehn Minuten zu erreichen – die Überfahrt kostet etwa 5 Euro pro Person. Im Januar habt ihr diese friedliche Oase praktisch für euch allein. Die Pfauen spazieren frei umher, und die mediterranen Pflanzen zeigen auch in den Wintermonaten ihre grüne Pracht. Der Aufstieg zum Fort Royal belohnt mit einem Panoramablick, der jedem Hochzeitsfoto Konkurrenz macht.

Kulinarische Entdeckungen ohne das Budget zu sprengen

Die kroatische Küche ist herzhaft, authentisch und im Januar besonders günstig. In den kleinen Konobas – traditionellen Gasthäusern – abseits der touristischen Hauptstraßen bekommt ihr ein komplettes Menü mit Vorspeise, Hauptgang und lokalem Wein für 15 bis 20 Euro pro Person. Probiert unbedingt die Peka, ein Schmorgericht unter der Glocke, das mehrere Stunden zubereitet wird und mit seiner Zartheit verzaubert.

Für spontane Mahlzeiten zwischendurch bieten sich die zahlreichen Bäckereien an. Eine Burek-Teigtasche mit Käse oder Fleisch kostet etwa 2 Euro und macht satt. Die Märkte im Stadtteil Gruž verkaufen frisches Obst, lokalen Käse und hausgemachte Marmeladen zu einem Bruchteil der Supermarktpreise. Ein Picknick am Hafen bei Sonnenaufgang mit frischem Brot, Olivenöl und Tomaten wird zu einem unvergesslichen romantischen Moment – für weniger als 10 Euro für zwei Personen.

Klug übernachten in der Perle der Adria

Im Januar sinken die Unterkunftspreise dramatisch. Privatzimmer bei Einheimischen – Sobe genannt – findet ihr bereits ab 30 Euro pro Nacht für ein Doppelzimmer. Viele dieser Unterkünfte befinden sich in den Wohnvierteln außerhalb der Altstadt, etwa im Stadtteil Lapad oder Gruž, und bieten authentische Einblicke ins lokale Leben. Die Vermieter geben oft die besten Insidertipps zu Restaurants und Sehenswürdigkeiten.

Kleine Gästehäuser in Fußnähe zur Altstadt kosten zwischen 45 und 60 Euro pro Nacht und bieten oft mehr Charme als sterile Hotelzimmer. Achtet auf Unterkünfte mit Meerblick – im Januar ist der Aufpreis minimal, aber der Wert für eure Hochzeitsreise unbezahlbar. Das morgendliche Aufwachen mit Blick auf die adriatischen Wellen ist jeden Cent wert.

Fortbewegung: Zu Fuß die Stadt erobern

Dubrovniks Altstadt ist kompakt und fußläufig. Alles, was ihr sehen wollt, liegt maximal 20 Minuten Fußweg entfernt. Für Ausflüge zu den umliegenden Stadtteilen nutzt ihr die lokalen Busse, die zuverlässig fahren und pro Fahrt etwa 1,50 Euro kosten. Tageskarten für 5 Euro lohnen sich, wenn ihr mehrere Fahrten plant.

Für Ausflüge in die Umgebung bieten sich die öffentlichen Überlandbusse an. Eine Fahrt ins malerische Cavtat dauert etwa 30 Minuten und kostet rund 3 Euro. Dieses verschlafene Küstenstädtchen bietet im Januar eine willkommene Abwechslung und noch mehr Ruhe als Dubrovnik selbst. Die Uferpromenade lädt zu romantischen Spaziergängen ein, während die wenigen geöffneten Cafés warme Getränke zu Einheimischenpreisen servieren.

Praktische Tipps für eure Flitterwochen im Januar

Packt Schichten ein – das Zwiebelprinzip funktioniert perfekt für Dubrovniks wechselhaftes Januarwetter. Eine wind- und wasserdichte Jacke ist unverzichtbar, ebenso bequeme Schuhe für die vielen Kopfsteinpflastergassen und Treppen. Eine kleine Taschenlampe hilft bei den frühen Winterabenden in den weniger beleuchteten Gassen.

Viele Restaurants und einige kleinere Museen haben im Januar reduzierte Öffnungszeiten oder Ruhetage. Plant eure Tage entsprechend und informiert euch vorab online. Die meisten großen Sehenswürdigkeiten wie die Stadtmauer bleiben ganzjährig geöffnet, schließen aber früher als im Sommer – meist gegen 15 oder 16 Uhr.

Geldautomaten findet ihr überall in der Stadt, aber viele kleinere Geschäfte und Privatunterkünfte bevorzugen Bargeld. Hebt größere Beträge ab, um Gebühren zu sparen. Die Preise sind generell fair, aber in der Altstadt zahlt ihr für Kaffee und Snacks etwa 20 bis 30 Prozent mehr als in den Wohnvierteln.

Nutzt die ruhigen Januartage für Dinge, die im Sommer unmöglich wären: Fotografiert die leeren Gassen im Morgenlicht, setzt euch für eine Stunde auf die Stadtmauer und beobachtet das Meer, genießt ein langsames Abendessen ohne Zeitdruck. Diese Hochzeitsreise wird nicht durch teure Aktivitäten unvergesslich, sondern durch die gemeinsamen Momente der Zweisamkeit in einer der schönsten Städte Europas – zu Preisen, die euer Budget schonen und trotzdem alle romantischen Wünsche erfüllen.

Würdest du deine Flitterwochen im winterlichen Dubrovnik verbringen?
Ja die Ruhe klingt perfekt
Nein lieber Sommersonne
Nur mit 60 Prozent Rabatt
Klingt verlockend aber zu kalt
Lieber Paris oder Venedig

Schreibe einen Kommentar